Folge 45 – Das Leben als Proberichter

Nach dem umfangreichen Feedback zur letzten Folge habe ich mich entschieden, die Arbeit als Richter noch einmal genauer zu beleuchten. Thema der heutigen Folge ist das Leben als Proberichter, in der ich meine Erfahrungen aus meiner richterlichen Probezeit bespreche und Hinweise für den Berufsweg von der Einstellung bis zur Lebenszeiternennung gebe. Die Folge richtet sich besonders an Referendarinnen und Referendare, die kurz vor dem Abschluss der zweiten juristischen Prüfung stehen und eine Tätigkeit in der Justiz anstreben.

Arten des Richterdienstes:

Autor: Christian Konert

Vizepräsident des Landesjustizprüfungsamtes Sachsen-Anhalt, Arbeitsgemeinschaftsleiter für Zivilrecht (Gericht und Ergänzungsvorbereitungsdienst)

2 Gedanken zu „Folge 45 – Das Leben als Proberichter“

  1. Hallo Herr Konert,
    vielen Dank für diese informative Folge. Ich habe mich gefragt, aus welchem Grund genau Sie zunächst mehrere Monate als Anwalt tätig waren. Sie haben erzählt, dass das Bewerbungsgespräch für die Justiz bereits vor Ihrer mündlichen Prüfung war. Hat sich die Justiz solange Zeit bis zur Einstellung gelassen und haben Sie die Zwischenzeit als Anwalt überbrückt oder wollten Sie von sich aus einige Zeit erstmal als Anwalt tätig werden?
    Herzliche Grüße
    L

    1. Eine gute Frage. Tatsächlich hatte die Justiz damit direkt nichts zu tun. Ich hatte zu dieser Zeit erhebliches Übergewicht, weswegen der amtsärztliche Dienst bei der ersten Untersuchung seine Zustimmung verweigert hatte. Ich habe dann die Zeit bis zur nächsten Untersuchung nicht nur mit Abnehmen verbracht, sondern auch damit, noch einmal die Chance zu nutzen, eine andere Perspektive einzunehmen (und von etwas Anderem als aufgestocktem ALG I zu leben). Insgesamt habe ich die 7 Monate, die es dann länger gedauert hat, rückblickend durchweg als Bereicherung angesehen, auch wenn meine damalige Stimmung verständlicherweise ganz anders war. In 99 % der Einstellungsverfahren läuft es allerdings vollkommen problemlos. Die Kolleginnen und Kollegen, die ich kenne, die in meinem Bundesland in der letzten Zeit eingestellt wurden, hätten definitv keine Zeit gehabt, eine Zwischenstation als Anwalt einzulegen, weil der Übergang nahezu nahtlos erfolgte.

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